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Großkoschen

Wer vor circa 600 Jahren in Richtung Großkoschen wanderte, wurde schon am Dorfeingang vom Klappern einer Wassermühle empfangen.
Amphitheater Grosskoschen  Foto D. Winkler

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Museumsangestellte vor alter Maschine

Museumshof

Veranstaltung im Museumshof Großkoschen

 

 

 

 

 

Wer vor circa 600 Jahren in Richtung Großkoschen wanderte, wurde schon am Dorfeingang vom Klappern einer Wassermühle empfangen. Ursprünglich wahrscheinlich für das Zerkleinern von Raseneisenerz gedacht, nutzte man sie später als Stampf-, Mahl-, Öl- und Schneidemühle bis schließlich 1700 der Müller auch die Brauberechtigung erhielt. Später wurde sie ein beliebtes Ausflugsziel mit Tanzdiele, Gondelteich und Bäckerei. Eine eigene Jagd und Fischerei gehörten ebenfalls zur Mühle. Bis etwa 1950 war sie als Getreidemühle in Betrieb.

Lange Zeit war Großkoschen ein sorbisches Dorf. So lebten im Jahre 1880 440 Sorben und ein Deutscher hier. Den Unterricht hielt man zweisprachig ab. Mit dem Aufschluss neuer Tagebaue siedelten sich zunehmend Industriearbeiter an. Die sorbische Sprache wurde zurückgedrängt, Deutsch als Amtssprache eingeführt. In den Jahren 1881/82 entstand die Kirche des Dorfes. Das im neugotischen Stil errichtete Bauwerk ist bis heute sehr gut erhalten. Viele Bauernhöfe zeichnen sich durch eine ungewöhnliche Architektur aus. Hoch aufgeschlossene Straßenfronten wie sie in Großkoschen an verschiedenen Stellen zu sehen sind, gingen als "Senftenberger Höfe" in die Literatur ein.

Wahrzeichen des Dorfes ist von jeher der Koschenberg. Auf seiner Südseite baute man bis 1928 in größerem Umfang Wein an. Es machte die Bauern damals sehr stolz, Weinbergbesitzer zu sein. Inzwischen wächst am Hang des Koschenberges allerdings kein Wein mehr.