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Großkoschen

Der Ortsteil Großkoschen - direkt am Senftenberger See gelegen - ist ein beliebtes Ziel von Urlaubern. Amphitheater, Wassersportzentrum, Strände und der Koschener Kanal sind nur einige Anziehungspunkte.

 

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Großkoschen Museum  Foto D. Winkler

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Ortsteil Großkoschen

Der Ortsteil Großkoschen, zu ihm gehört auch der Gemeindeteil Kleinkoschen, ist gemessen an der Einwohnerzahl der drittgrößte Ortsteil der Stadt Senftenberg. Wenn jedoch in der Saison die Gästeunterkünfte im Ortsteil belegt sind, dann dürfte sich die Zahl der "Einwohner" zeitweise verdoppeln. Denn in Großkoschen lässt sich ganz wunderbar "Urlaub machen".

Urlaub in Großkoschen

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Yachthafen Grosskoschen

Direkt am Senftenberger See gelegen, ist Großkoschen daher ein ideales Urlaubsziel für Familien mit Kindern, aber auch Radtouristen und Wassersportler zieht es in den Ortsteil. Und so kommen nicht nur im Sommer viele Gäste nach Großkoschen, um hier ihren Urlaub zu verbringen. Sie alle finden eine Vielzahl an attraktiven Angeboten und eine gut ausgebaute Infrastruktur vor.

Strand Grosskoschen

Neben vielen Privatunterkünften bietet unter anderem der Familienpark Ferienhäuser und Campingmöglichkeiten. Auch das Hafencamp im Wassersportzentrum lädt zum Übernachten ein, sogar in luftiger Höhe: in vier Baumhäusern. Das Wassersportzentrum ist natürlich auch die richtige Anlaufstelle für viele wassersporttouristische Angebote, unter anderem können Interessierte dort zu einer individuellen Floßfahrt starten.

Amphitheater Grosskoschen
Amphitheater Grosskoschen

An Sommertagen lockt vor allem der große Seestrand zum Baden. Am Bootsanleger können Gäste mit der Santa Barbara zu einer Tour auf dem

Senftenberger See ablegen oder mit der Aqua Phönix durch den Koschener Kanal zum Geierswalder fahren. Am Abend lohnt ein Besuch im Amphitheater. Dank des Daches bleiben die Zuschauer auch an den seltenen Regentagen trocken.

 

Sport- und Freizeitanlagen

Blick auf Yachthafen am Wassersportzentrum Großkoschen
Blick auf Yachthafen am Wassersportzentrum Großkoschen

Wer sich sportlich betätigen möchte oder Angebote für zur Freizeitgestaltung sucht, der hat in Großkoschen folgende Möglichkeiten:

  • Sport- und Freizeitzentrum mit Bowlingbahn
  • Amphitheater 
  • Wassersportzentrum
  • Bergsportplatz
  • Jugendbegegnungsstätte

Wirtschaft im Ortsteil Großkoschen

Bagger der Basalt AGGrößter Arbeitgeber des Ortsteiles ist die Basalt AG. Sie betreibt den Steinbruch auf dem Koschenberg. Abgebaut wird die sehr reine Grauwacke bereits seit über 100 Jahren. Viele Jahre prägte der Bergbau das Leben der Einwohner von Großkoschen. Traditionsreiche Gebäude wie die Hammermühle und Dorfmühle fielen dem Tagebau zum Opfer. Neben der Basalt AG haben sich mehrere kleine und mittelständische Firmen im Ort angesiedelt.

Der Gemeindeteil Kleinkoschen

Sorbische Traditionen bestimmten den Alltag

Die Geschichte von Kleinkoschen reicht bis in das Jahr 1410 zurück. Zu diesem Zeitpunkt wird eine Siedlung namens Kleyne Koschin erstmals erwähnt. 1474 erhält der Ort, inzwischen Amtsdorf, einen Ortsrichter, der die Geschicke für die Einwohner leitet.

Kleinkoschen wurde als Platzdorf angelegt. Der Name ist vom slawischen Kosua abgeleitet und bedeutet Korb - Weidenkorb oder Fischreuse. Das Körbeflechten war eine der Haupterwerbsquellen der Koschener Bürger. In der zweiten Hälfte des ersten Jahrtausends begann die schrittweise Besiedlung der Niederlausitz durch den sorbischen Volksstamm, die Lusizi. Auch in der Mitte des 19. Jahrhunderts wohnten ausschließlich Sorben in Kleinkoschen.

Ihr Brauchtum gehörte zum Alltag. An langen Winterabenden fand sich die Dorfgemeinschaft zur Spinte und zum Federnschleißen in den Stuben ein. Man feierte Feste (wie Fastnacht oder Kirmes), pflegte Bräuche (wie das Osterwasser holen, Stollenreiten und das Aufstellen des Maibaumes). Hervorgerufen durch zwei völlig unterschiedliche Ereignisse, Hochwasser und Dürre, gab es im 17. und 18. Jahrhundert zwei große Hungersnöte im Dorf.

Ihren Lebensunterhalt verdienten die Einwohner in der Landwirtschaft und durch den Fischfang. So sind auf dem ältesten Siegelbild von 1738 zwei Fische abgebildet. Sie verweisen auf den einstigen Fischreichtum des Ortes im Einflussgebiet der Schwarzen Elster. Zudem hatten viele Bauernhöfe ihren eigenen Fischteich. Er war durch einen Graben mit der Schwarzen Elster verbunden. Außerdem stach man bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts Torf in den feuchten Wiesen. Noch bis zur Mitte der 50er-Jahre des 20. Jahrhunderts lebten die Menschen in erster Linie von der Landwirtschaft.

Ein beliebter Wohnstandort

Erst durch die Beanspruchung von Grund und Boden durch den Bergbau änderte sich die Situation. Fast 90 Prozent der Gemarkung, einschließlich der Gehöfte, fiel den Tagebauen zum Opfer. Den Tagebau Koschen, welcher den Ort am meisten beeinflusste, flutete man 1973. Die Sanierung der Böschungen und Uferbereiche begann jedoch erst nach dem Jahre 1990.

Mittlerweile hat sich der Geierswalder See, wie er heute heißt, als Teil der Lausitzer Seenkette zu einem Erholungszentrum entwickelt. Ein attraktiver Wohnort ist Kleinkoschen ebenfalls. Neue Eigenheimsiedlungen entstanden und im "Kleinkoschener Industrie- und Gewerbepark" haben sich bereits über 20 gewerbliche und mittelständische Unternehmen angesiedelt.

Zunehmend besinnen sich die Einwohner von Kleinkoschen ihrer Vergangenheit. Alte Bräuche und Traditionen werden wiederbelebt.

Traditionelle Feste:

Osterfeuer (Ostersonntag), Maibaumaufstellen auf dem Dorfplatz in Großkoschen (30. April), Hexenfeuer im Gemeindeteil Kleinkoschen (30. April), Dorffest Kleinkoschen (Wochenende im Juni), Dorffest in Großkoschen (Anfang Juli), Sommernachtsparty (August), Turmblasen (1. Advent)