Erholungsgebiet der Sonderklasse
Nach der Auskohlung des Tagebaues Niemtsch und den folgenden umfangreichen Sanierungsmaßnahmen wurde das "Erholungsgebiet Senftenberger See" 1973 eingeweiht.
Nach der Auskohlung des Tagebaues Niemtsch und den folgenden umfangreichen Sanierungsmaßnahmen wurde das "Erholungsgebiet Senftenberger See" 1973 eingeweiht. Dazu gehören der großzügig angelegte Strandbereich, die Möglichkeiten der sportlichen Betätigung auf den Freianlagen sowie das Sport- und Erholungszentrum. Ein besonderer Anziehungspunkt ist das 2001 eröffnete Amphitheater.
Am Großkoschener Ufer, eingebettet in einen Kiefernwald, befindet sich ein Ferienpark. Hier finden circa 2.600 Urlauber eine Übernachtungsmöglichkeit. Durch zahlreiche Investitionen im Ferienpark (wie eine neue Verkehrsanbindung, 40 neue Ferienhäuser, einen Rezeptionsneubau, die Errichtung eines Wassersportzentrums und den Bau einer Wasserrutsche) wird dem Besucher und Feriengast viel geboten. Unterschiedlichste Kinderanimationen, Einkaufs- und Massageangebote, aber auch Gaststätten und Schlemmerspezialitäten komplettieren die Servicepalette. In den nächsten Jahren wird Großkoschen durch die Neugestaltung der Ortskerne noch attraktiver.
Sorbische Traditionen bestimmten den Alltag
Die Geschichte von Kleinkoschen reicht bis in das Jahr 1410 zurück. Zu diesem Zeitpunkt wird eine Siedlung namens Kleyne Koschin erstmals erwähnt. 1474 erhält der Ort, inzwischen Amtsdorf, einen Ortsrichter, der die Geschicke für die Einwohner leitet.
Kleinkoschen wurde als Platzdorf angelegt. Der Name ist vom slawischen Kosua abgeleitet und bedeutet Korb - Weidenkorb oder Fischreuse. Das Körbeflechten war eine der Haupterwerbsquellen der Koschener Bürger. In der zweiten Hälfte des ersten Jahrtausends begann die schrittweise Besiedlung der Niederlausitz durch den sorbischen Volksstamm, die Lusizi. Auch in der Mitte des 19. Jahrhunderts wohnten ausschließlich Sorben in Kleinkoschen.
Ihr Brauchtum gehörte zum Alltag. An langen Winterabenden fand sich die Dorfgemeinschaft zur Spinte und zum Federnschleißen in den Stuben ein. Man feierte Feste (wie Fastnacht oder Kirmes), pflegte Bräuche (wie das Osterwasser holen, Stollenreiten und das Aufstellen des Maibaumes). Hervorgerufen durch zwei völlig unterschiedliche Ereignisse, Hochwasser und Dürre, gab es im 17. und 18. Jahrhundert zwei große Hungersnöte im Dorf.
Ihren Lebensunterhalt verdienten die Einwohner in der Landwirtschaft und durch den Fischfang. So sind auf dem ältesten Siegelbild von 1738 zwei Fische abgebildet. Sie verweisen auf den einstigen Fischreichtum des Ortes im Einflußgebiet der Schwarzen Elster. Zudem hatten viele Bauernhöfe ihren eigenen Fischteich. Er war durch einen Graben mit der Schwarzen Elster verbunden. Außerdem stach man bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts Torf in den feuchten Wiesen. Noch bis zur Mitte der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts lebten die Menschen in erster Linie von der Landwirtschaft.
Ein beliebter Wohnstandort
Erst durch die Beanspruchung von Grund und Boden durch den Bergbau änderte sich die Situation. Fast 90 % der Gemarkung, einschließlich der Gehöfte, fiel den Tagebauen zum Opfer. Den Tagebau Koschen, welcher den Ort am meisten beeinflusste, flutete man 1973. Die Sanierung der Böschungen und Uferbereiche begann jedoch erst nach dem Jahre 1990.
In absehbarer Zeit wird sich der Geierswalder See, wie er heute heißt, als Teil der Lausitzer Seenkette zu einem Erholungszentrum entwickeln. Ein attraktiver Wohnort ist Kleinkoschen schon heute. Neue Eigenheimsiedlungen entstanden und im "Kleinkoschener Industrie- und Gewerbepark" haben sich bereits über 20 gewerbliche und mittelständische Unternehmen angesiedelt.
Zunehmend besinnen sich die Einwohner von Kleinkoschen ihrer Vergangenheit. Alte Bräuche und Traditionen werden wiederbelebt.
Traditionelle Feste:
Osterfeuer (Ostersonntag), Maibaumaufstellen auf dem Dorfplatz in Großkoschen (30. April), Hexenfeuer im GT Kleinkoschen (30. April), Dorffest Kleinkoschen (3. Juniwochenende), Dorffest in Großkoschen (2. Juliwochenende), Sommernachtsparty (August), Turmblasen (1. Advent)